Anzeige schließen

Um das Jahr 2003 stellte WAP für die meisten Handybesitzer eher eine Bedrohung als eine nützliche Funktion dar. Drückte man versehentlich die Taste mit dem Globus-Symbol auf der Tastatur, begann das Handy sofort eine Verbindung herzustellen, und die Nutzer reagierten panisch, indem sie den roten Hörer drückten. Diese Angst war aus finanzieller Sicht durchaus berechtigt, denn die Einstellungen des Handys entpuppten sich als wahre Geldfalle. Mit dem Aufkommen der GPRS-Technologie änderte sich dies jedoch allmählich. Sie brachte eine völlig neue Art des Betriebs und der Abrechnung des Mobilfunknetzes in die Tschechische Republik.

Grundlegender Unterschied bei der Abrechnung und dem Prinzip der Paketübertragung

Bei älteren Einwahlverbindungen wurden die Anrufe wie bei regulären Telefongesprächen minutengenau abgerechnet, während die neue GPRS-Technologie nach dem Prinzip der Paketdatenübertragung funktionierte. Pro Für den damaligen Nutzer bedeutete dies eine revolutionäre Veränderung, da er nur für das tatsächlich übertragene Datenvolumen zahlte, nicht für die im Netzwerk verbrachte Zeit. Theoretisch konnte man permanent online sein, zahlte aber erst, nachdem eine neue Seite geladen war. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieser Lösung war, dass die Datenübertragung bei einem Anruf während des Seitenladens nur kurz unterbrochen und nach Gesprächsende automatisch fortgesetzt wurde. Der Preis für diesen Komfort war die Geschwindigkeit, die in der Regel nicht einmal die Werte eines herkömmlichen Heimmodems erreichte.

 

Proerheblicher Preisunterschied zwischen WAP und Internet

Das eigentliche Problem damals war die enorme Diskrepanz zwischen einem WAP-Zugangspunkt und dem herkömmlichen Internet. Die Anbieter verlangten horrende Summen für das Laden von Webseiten über ein WAP-Profil. Bei Oskar kostete ein Kilobyte Download per WAP zwischen 30 und 40 Haler. T-Mobile berechnete für denselben Dienst 30 bis 50 Haler, und ähnlich teuer war auch EuroDas Laden einer einzigen, etwas farbenfroheren WAP-Seite könnte im Nu Dutzende von Kronen von Ihrem Guthaben abziehen.

Wenn technisch versiertere Nutzer jedoch einen klassischen Internetzugangspunkt auf ihrem Handy einrichten konnten, sanken die Preise deutlich. Bei Oskar konnte man das Internetprofil für nur 2,5 Haler pro Kilobyte nutzen. T-Mobile hatte damals ein komplexeres System und unterschied als einziger Anbieter zwischen den täglichen Spitzenzeiten zwischen 7 und 21 Uhr. Trotzdem wurden die Preise für das Internetprofil auch dort in Haler abgerechnet. Zudem erfolgte die Abrechnung blockweise, meist in Paketen von fünf oder zwanzig Kilobyte, sodass sich ein ständiges Ein- und Ausschalten der Verbindung nicht lohnte.

Technische Voraussetzungen und erstes unbegrenztes Datenvolumen

Um das mobile Internet auf dem Computer vollumfänglich nutzen zu können, mussten einige grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein. Man benötigte ein Mobiltelefon mit GPRS-Technologie und eine Verbindung zu einem Laptop oder Desktop-Computer per Kabel oder über den damals weit verbreiteten Infrarotanschluss. Selbstverständlich war auch ein ausreichendes Signal erforderlich, das mindestens die Hälfte der Reichweite erreichen musste. maxima, ansonsten brach die Verbindung ständig ab.

Die hohen Preise für heruntergeladene Kilobytes hielten jedoch nicht ewig an. Die ersten Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen kamen auf den Markt. Eurotel führte als erstes Unternehmen das revolutionäre „Data Non Stop“-Programm ein, das unbegrenzten Datentransfer zum Festpreis von eintausend Kronen pro Monat (zuzüglich Steuern) ermöglichte. T-Mobile versuchte mit Werbeaktionen für unbegrenzten Datentransfer im Rahmen seines Business-Tarifs zu kontern, und die Entwicklung nahm langsam Fahrt auf hin zu dem Internet, wie wir es heute kennen.

Heute am meisten gelesen

.